Lindagarta Schaan

Projekt

Park im Zentrum des Dorfes
Siegerprojekt Studienauftrag
Bilder Peter Fuchs

Zeitraum

2024-2026

Gegen Norden und Osten ist der Garten von einem Baumsaum gefasst. Ein lichtes Baumdach aus einheimischen Bäumen überschattet die chaussierte Fläche, die sich mit ihrem informellen Charakter und ihrem Sitzangebot zum Boulespielen oder als Treffpunkt der Jugend ausserhalb des eigentlichen Gartens anbietet. Dem vom Verkehr tangierten Standort setzt der Lindagarta einen kontemplativen Dorfgarten entgegen: von einem Baumsaum gefasst, von Hecken umfriedet, im Inneren von Gartenpflanzen und Wasser geprägt. Von Wegen durchkreuzt, wo dank Heckentoren eine spürbare Schwelle zwischen Garten und Alltagsräumen entsteht.

Der Lindagarta wird zum grünen und blühenden Treffpunkt. Nach Süden und Osten schliesst der geometrische Garten direkt an die Bahnhofstrasse bzw. die Vorzone des Hauses zur Linde an.

Die Heckenumfriedung ist in ihrer differenzierten Gestaltung integraler und prägender Teil des Gartens. Die westliche Hecke aus Korbweiden überrascht mit einem interessanten Innenleben. Von aussen Hecke, ist sie im Innern ein Weidentunnel und damit spannendes Spielelement für Kinder.

Im Herzen des Gartens, zwischen den Staudenflächen, liegt ein kleiner Gartenplatz: Eine Aufweitung im geometrischen Wegesystem. Eine langes, abgeknicktes Sitz- und Liegeelement aus Holz grenzt den Platz gegen die nördliche Staudenfläche ab und schafft Aufenthaltsqualität. Ein niederer Brunneneilauf und ein Wasserkanal bilden die feine Fassung des Gartenplatzes auf der Südseite. Das Wasserkanal ist nicht nur gestalterisches Element, sondern auch Wasserlieferant für die in Beton gefasste Sandspielfläche.

In den wenigen besonderen Objekten des Gartens – Bank, Sandgefäss, Quelle und Kanal – werden subtile Funktion und angemessene Gestaltung eins – und machen den Garten zu einem attraktiven Hybriden: dem sozialen Ziergarten.

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